Warum schreibt ihr eigentlich?

Um im Forum vielleicht erst einmal "warm" miteinander zu werden, ist hier der Bereich für lockeren Austausch über alles, was Euch so einfällt.

Re: Warum schreibt ihr eigentlich?

Beitragvon Stef Jerz » Mi 14. Mär 2012, 08:23

Klasse, die weiteren Statements hier!!!
Callisto: zu deinem letzten Satz in Klammern: :lol: Klasse selbstironisch.
Andrea: beste Voraussetzung um am Ball zu bleiben: ungehemmt schreiben was eben kommt. Solange du dir Kritik nutzbar machen kannst, ist das eine gute Mischung um weiter zu kommen...ohne Schreibblockaden nämlich.
Inge: Yeah! Die Grace! Schreiben: die einzige Waffe, die erlaubt zu kommunizieren, während man kämpft!
Es gibt nichts Gutes, außer frau tut es! - frei nach Erich Kästner
Benutzeravatar
Stef Jerz
Administrator
 
Beiträge: 300
Registriert: Do 26. Jan 2012, 14:32
Wohnort: Duisburg

Re: Warum schreibt ihr eigentlich?

Beitragvon Sabine Wagner » So 18. Mär 2012, 09:26

Guten morgen zusammen,
Ich schreibe, weil es mir einfach Spass macht. Ich liebe es Gesehens in Worte zu fassen, ich meinen Träumen zu verreisen und genau das zu tun, was man sonst nicht kann oder darf. Aber am meisten macht es mir einfach nur Spass.
m
Meine Ideen sortiere ich mit Scrivener, was als Schreibtool direkt für Autoren entworfen und umgesetzt worden ist. Da ich gern zwischen Szenen und Kapitel hin und herhüpfe ist das Tool für mich perfekt.

LG
Sabine

PS: an allem ist übrigens Karl May Schuld ;)
Sabine Wagner
 
Beiträge: 11
Registriert: Sa 17. Mär 2012, 19:50

Re: Warum schreibt ihr eigentlich?

Beitragvon Stef Jerz » Mi 21. Mär 2012, 22:15

Also der Spaßeffekt im Vordergrund. Aber dafür schon professionell organisiert...man merkt da den IT-Spezialisten durch :D
Es gibt nichts Gutes, außer frau tut es! - frei nach Erich Kästner
Benutzeravatar
Stef Jerz
Administrator
 
Beiträge: 300
Registriert: Do 26. Jan 2012, 14:32
Wohnort: Duisburg

Re: Warum schreibt ihr eigentlich?

Beitragvon Gabi » Mo 26. Mär 2012, 22:58

Ich habe mir diese Frage nie gestellt. Ich schreibe eben (mal mehr , mal weniger). Schreibend erschließe ich die Welt und mich selbst. Ich liebe Sprache; ich liebe es, wie einzelne Worte oder Sätze Stimmungen schaffen und verändern können. Ich liebe es, wie Worte Beobachtungen und Erfahrungen einsammeln und wie sie Gedanken und Empfindungen in Anderen anregen. Ich liebe es, wie Worte Bilder malen können.

Ich beobachte und sauge auf und lasse es in Worten wieder ausfließen .
Ich glaube ich schreibe, weil ich Worte habe. :idea:
hmmm, aber manchmal schreibe ich auch, weil ich keine Worte habe und weil schreiben mir Worte schenkt für etwas, was schweigend in mir ist, unverantwortet, unbeantwortet, unbefürwortet bis ich es schreibe.
wenn ich sterbe, bringt mir Pusteblumen
Benutzeravatar
Gabi
AV-Mitglied
 
Beiträge: 19
Registriert: So 18. Mär 2012, 15:23
Wohnort: Essen

Re: Warum schreibt ihr eigentlich?

Beitragvon Sabine Wagner » Di 27. Mär 2012, 11:16

Stef Jerz hat geschrieben:Also der Spaßeffekt im Vordergrund. Aber dafür schon professionell organisiert...man merkt da den IT-Spezialisten durch :D


Wenn ich mich nicht organisieren würde, käme ich mit meinen Ideen zu Szenen und Kapiteln total durcheinander. Stell dir vor, ein Charakter (Jerusalem, 1143) spricht auf einmal wie jemand, der grade in New York einen Hot Dogs bestellt. Das geht ja mal gar nicht, wobei in einer einfacheren und etwas unmodernen Weise zu schreiben nicht einfacher ist. Ich muss immer so viele Wörter rauswerfen und neue alte Wörter dafür finden.

Dafür lohnt es sich durchaus ein paar Euronen anzulegen. Mit Word würde ich da gar nicht mehr durchsteigen (was ist früher benutzt habe). Vor allem verliere ich bei Worddokumenten immer schnell den Überblick und dann sind die Ideen weg, die Szenen verhunzt und überhaupt.

Gestern habe ich tatsächlich noch Fragmente von zwei Fortsetzungen des MA-Romans gefunden. Jeweils zu 3/4 fertig grob zusammen gefasst. Kann man eigentlich ne blühende Phantasie auch mal abstellen?

Bis denn
Sabine
Sabine Wagner
 
Beiträge: 11
Registriert: Sa 17. Mär 2012, 19:50

Re: Warum schreibt ihr eigentlich?

Beitragvon Gabi » Di 27. Mär 2012, 19:23

Sabine, sag doch mal etwas darüber, wie scrievener funktioniert, du machst mich neugierig
lieben Gruß
Gabi
wenn ich sterbe, bringt mir Pusteblumen
Benutzeravatar
Gabi
AV-Mitglied
 
Beiträge: 19
Registriert: So 18. Mär 2012, 15:23
Wohnort: Essen

Re: Warum schreibt ihr eigentlich?

Beitragvon Sabine Wagner » Mi 28. Mär 2012, 11:37

Hm, in der Kürze Scrivener erklären? *grübel*

1. man arbeitet im Projekt

dazu zählen Recherchen, die als Listen, mit Bilder, Wiki-Einträge (als ein Beispiel) eingelagert werden können. Charakter bekommen ebenfalls ihre eigene Ordnerstruktuk (auch hier können Bilder, Beschreibungen, Dokumente etc. hinterlegt werden). Schauplätze ebenfalls. Alles ist durchsuchbar, man kann innerhalb eines Projektes Stichworte in andere Dokument verlinken (sehr hilfreich bei Biografien oder Beschreibung von Schauplätzen). Und man kann natürlich mehrere Projekte gleichzeitig öffnen ;)

2. Ordnerstruktur Schreibprojekt
Man kann (muss man nicht ;) ) seinen Text/sein Dokument/seinen Roman komplett aufsplitten bis in Szenen. Szenen -> Kapitel -> Textdokument/Roman.
Interessant dabei ist, dass man (wie ich) unterschiedliche Szenen zum Beispiel markieren kann und daraus ein Gesamtdokument/Roman zu Compelieren (oder Export). Das geht natürlich auch Kapitelweise. Für mich ist das interessant, wenn ich mehrere Ideen für ein Kapitel habe und diese unterschiedlichen Szenen zu einem Kapitel zusammensetze, um zu sehen, wie die eine Idee mit der anderen Idee das Kapitel auf- oder abwertet. So was nennt sich dann Multi-markdown. (Ich habe es mir zur Angewohnheit gemacht, fertige und von mir abgesegnete Szenen farbig zu markieren und als "Finished" zu stempeln - sprich, dam uß ich nicht mehr ran gehen, die sind perfekt) Das Spiel kann man dann so weit spielen, dass man z.B. unterschiedliche Versionen eines Projektes/Dokumentes/Romans erstellt. Die wiederum komplett "gestempelt" werden können mit (Beispiel) Proofed Copy oder ähnliches. Dieser Export erfolgt in viele unterschiedliche Dokumentenformate inkl. epup.

3. Zettelkasten & Co.
Zu jedem Kapitel/Szene kann man auch Karteikarten anlegen, bzw. Stichwortsammlungen, diese farbig markieren etc. Dazu kommen noch Notizen, Bilder, und anderes.

Das ist die Verwaltung... Sie ist mannigfaltig und fast unüberschaubar. Man braucht echt etwas Zeit, um mit allem sich anzufreunden.


Kommen wir zum Vorgang des Schreibens.

Was ich als herrlich empfinde ist, dass ich einen Screen habe, wo ich nur mein leeres Blatt vor mir haben und mich nichts irritiert. Ich kann tippen so lange und so weit ich will oder mich meine Idee für diese Scene bringt. Natürlich kann man sich auch dort z.B. inspirierende Bilder einblenden etc. Da hat jeder seine Vorlieben. Natürlich kann man noch die Wörter und/oder Zeichen mitzählen lassen, sich Countdowns setzen usw. Die Rechtschreibungsprüfung wird nicht mitgeliefert. Unter MAc wird die Mac-eigene Rechtschreibeprüfung genutzt. Bei der Version Windows vom Scrivener weiß ich es nicht.

Zudem gibt es blanko mitgeliefert int. Templates für Drehbücher, Hörspiele, Essays und Novells bzw. Kurzgeschichten. Weitere, mehr ausgearbeitete Templates gibt es im Anwenderforum.

Kurzum, es biete eine sinnvolle Ordnung und sehr viel Platz für Kreativität. Ein ähnliches Tool ist Ulysses. Nicht ganz so umpfangreich, aber auch noch zu empfehlen. Wer noch mehr wissen will, kann gern nachfragen.

Nachteil(e): es ist es ein Kauftool (ca. 35$) und nur in Englisch zu erhalten. Und dann erschlägt es einen am Anfang, wenn man damit beginnt zu arbeiten. Es gibt aber reichlich deutsche Anwender und ein deutsches Anwenderforum.

Unter Facebook ist Scrivener auch zu finden. Regelmäßig posten dort int. Autoren ihre Erfahrungen mit Scrivener und für welche Projekte sie es nutzen.

Das ist alles in aller Kürze :lol:
Sabine Wagner
 
Beiträge: 11
Registriert: Sa 17. Mär 2012, 19:50

Re: Warum schreibt ihr eigentlich?

Beitragvon Gabi » Mi 28. Mär 2012, 22:06

danke Sabine, mein Englisch ist nicht mehr ganz so frisch, aber das tool klingt nicht schlecht. Ich verlaufe mich manchmal in abgelegten Szenen und springe zwischen zwei Versionen, wobei ich es schwierig finde, die Ausschnitte, die ich in der einen Version ändere und bearbeite, auch in die andere zu übertragen. Es klingt, als ob das durch scrievener vereinfacht würde.
wenn ich sterbe, bringt mir Pusteblumen
Benutzeravatar
Gabi
AV-Mitglied
 
Beiträge: 19
Registriert: So 18. Mär 2012, 15:23
Wohnort: Essen

Re: Warum schreibt ihr eigentlich?

Beitragvon Sabine Wagner » Do 29. Mär 2012, 09:14

Das macht auch Scrivener, wenn man artig die unterschiedlichen Versionen auch markiert. Ich mache das mit farbigen "Ecken". Rot steht bei mir für "ist genehmigt", blau für "Ist ja ganz nett, muss aber noch überarbeitet werden" und grün für "nur mal so gescribellt, könnte man verwenden oder auch nicht".
Die Farben können natürlich frei vergeben werden. Ebenso die Kommentare, was die Farben bedeuten oder halt der Status (der Status ist für das Tool dann weiter verwertbar, wenn man bestimmt Szenen exportieren will - ok, jetzt wird es kompliziert).

Anfänglich war ich gar nicht so schrecklich begeistert, erst als ich länger damit gearbeitet habe, erschlossen sich mir Features die ich jetzt nicht mehr vermissen will. Kalr, dass alles in Englisch ist, ist anfänglich blöd, aber vieles erklärt sich von selbst. Sonst helfe ich ganz gern weiter oder halt die "Deutschen" im Forum :)
Sabine Wagner
 
Beiträge: 11
Registriert: Sa 17. Mär 2012, 19:50

Vorherige

Zurück zu Tee oder Café?

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast

cron