Kleiner Wettbewerb:

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Re: Kleiner Wettbewerb:

Beitragvon ElisabethvanLangen » Do 2. Aug 2012, 18:39

Frau lernt ;)
ich schreibe, damit meine Träume weiterleben können.
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Re: Kleiner Wettbewerb:

Beitragvon Stef Jerz » Do 2. Aug 2012, 21:26

:D
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Re: Kleiner Wettbewerb: Anais Nin

Beitragvon Hanna Scotti » Sa 6. Okt 2012, 13:00

Und es kam der Tag, da das Risiko, in der Knospe zu verharren, schmerzlicher wurde als das Risiko, zu blühen. Zitat :Anais Nin


Sie war die Tochter eines katalanischen Komponisten und Konzertpianisten und einer Dänin Rosa, die französische und kubanische Vorfahren hatte.Gemeinsam mit ihrem Mann ging sie 1924 nach Paris. Sie unterstützten avantgardistische Künstler und lernte so auch Henry Miller kennen, auf dessen literarisches Schaffen sie großen Einfluss hatte. Sie lebte mit ihm eine langjährige Affaire.
Literarisch bekannt ist Nin vor allem durch ihre Tagebücher, die sie schon in jungen Jahren zu schreiben begonnen hatte, Romane und erotische Erzählungen mit äußerst explizit beschriebenen sexuellen Handlungen.
In ihren Werken mischt sich Biografie und Fiktion. Traumleben und das Unbewusste spielen eine wesentliche Rolle, worin sie auch stark von den psychoanalytischen Theorien von Sigmund Freud und Carl Gustav Jung beeinflusst wurde. Nin studierte Psychoanalyse bei Otto Rank und wurde selbst zeitweise von Carl Gustav Jung behandelt.

Für mich ist Anais Nin der Inbegriff einer Frau, die es geschafft hat, mit allen Sinnen zu leben und innerhalb ihrer eigenen Grenzen frei zu sein.

Mein Lieblingszitat :

Einige Frauen wuchsen darüber* hinaus, und gerade die Frauen, von denen ich mit Vorliebe las 'ich habe nämlich immer weibliche Autoren gelesen und wurde von ihnen inspiriert', waren jene Frauen, die die Fähigkeit hatten, sich selbst zu befreien; die ihre Freiheit nicht forderten, sondern die fähig waren, sie sich zu schaffen.
Gern lasse ich das Leben auf mich regnen (frei nach Rachel Varnhagen)
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Re: Kleiner Wettbewerb:

Beitragvon forumAdmin » Sa 6. Okt 2012, 18:10

Super! Dein Beitrag ist, wenn ich richtig gezählt habe, der zehnte in dieser Sammlung...
Ich mag die Nin! Danke für das Portrait, liebe Hanna!

Viele Grüße von
Stef.
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Re: Kleiner Wettbewerb: Katherine Mansfield

Beitragvon rosemarie » Sa 6. Okt 2012, 18:52

Ein etwas anderes Portrait der Schriftstellerin Katherine Mansfield

von Rosemarie Schmitt


Die Katze und die rosa Gartenbank

„Sie ist wie eine Katze: fremdartig, träge, immer einsam, auf der Hut. Sie macht den sonderbaren Eindruck eines Menschen, der, völlig ichbezogen, für sich lebt; ganz auf ihre Kunst konzentriert; beinah fanatisch das mir gegenüber herausstreichend.“ Dies schrieb Virginia Woolf einst in ihr Tagebuch.
Sollte „Kass“ so gewesen sein? War sich Virginia darüber im Klaren, daß Ihre Schriftstellerkollegin, zum Zeitpunkt dieser Beurteilung, todkrank gewesen ist?
Fanatisch sei sie gewesen, katzenhaft, unergründlich. Ja, möglicherweise hatte Virginia Woolf Recht. Hatten alle Recht. Ihr Vater, der ihre Manuskripte hinter den Kamin warf, da er der Meinung war, sie seien nicht einmal geistreich gewesen. Ihre Lehrer, die sagten, sie habe eine Phantasie, die an Unwahrheit grenze. Ihre Freunde, die nie welche gewesen sind.
Ihre erste große Liebe war Arnold. Arnold, der schleunigst zum „Cäsar“ wurde, denn sie pflegte alle Menschen die ihr besonders nahe standen stets selbst zu „taufen“,- Cäsar also spielte Cello. „Kass“ war zwölf und wie verzaubert und auch sie begann, in der Überzeugung eine große Musikerin zu werden, das Cellospiel zu erlernen. Nein, eine große Musikerin wurde sie nicht, aber eine der größten Schriftstellerinnen ihrer Zeit.
„Kass“ war nun etwa siebzehn und wie so gerne und so häufig erlag sie einem Zauber, dem Zauber Oscar Wildes. Mit den größten Buchstaben und einer nicht minder großen Überzeugung schrieb sie seine Aphorismen in ihr Tagebuch: „Treibe alles so weit es geht.«, »Wir sind nicht auf die Welt gekommen, um unsere moralischen Vorurteile zur Schau zu tragen.«,
»Die einzige Art, eine Versuchung loszuwerden, ist, ihr nachzugeben.«
Darunter ihre, mit sofortiger Wirkung eintretende, Vorstellung vom Leben:
»Oh, ich will die Dinge auf die Spitze treiben!«
Und in der Tat; kaum jemand war in der Lage die Dinge dergestalt- und art auf die Spitze zu treiben wie sie!
In den folgenden acht Jahren änderte sie etwa dreißig mal ihre Postadresse. Sie heiratete, um am Morgen nach der Hochzeitsnacht aus dieser Ehe zu flüchten. Verliebte und entliebte sich. Saugte das Leben in sich auf. Stürzte, stand auf, lief, sprang. Und stürzte immer wieder - sich ins Leben und in die Lieben. Wie viele Verletzungen muß sie sich zugezogen haben auf ihrer Reise durchs Leben, bei Stürzen während ihres "Lebenslaufes"? Diese Frau lebte mit allen Sinnen. Bilder, Farben, Gerüche, Geräusche vermochten ihr längst vergangene Zeiten in Erinnerung zu rufen, als seien sie vorhin geschehen. Kaum eine andere Schriftstellerin war in der Lage, diese allzu kurzen und scheinbar unscheinbaren Augenblicke zu erfassen und zu beschreiben, jene Augenblicke, die so mächtig sind, ein ganzes Leben zu verändern.
Katherine Mansfield, die am 14. Oktober im Jahre 1888 geboren wurde, starb nach nur 34 Jahren Leben.
„Erinnerst du dich noch“, schrieb sie ihrem Bruder Leshe, - „erinnerst du dich noch, wie wir auf der rosa Gartenbank saßen? Ich werde jene rosa Gartenbank nie vergessen. Sie ist die einzige Gartenbank für mich. Wo ist sie jetzt? Glaubst du, daß man uns im Himmel erlauben wird, darauf zu sitzen?«

Ja, „Kassi“ ,- sicherlich, daß werden sie! Sie werden heute auf dieser einzigen Gartenbank im Himmel sitzen. Und ich werde Sie sehen.
Auf dieser rosa Gartenbank, die so einzig ist wie Sie!
Zuletzt geändert von rosemarie am Di 9. Okt 2012, 17:55, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Kleiner Wettbewerb:

Beitragvon Stef Jerz » Sa 6. Okt 2012, 19:31

So wie ich sehe, hast du liebe Rosemarie nicht gaaaaanz die Beschränkung auf 300 Worte beachtet...aber ich freue mich über den außergewöhnlichen Text! Ein wenig kürzen müssten wir ihn...denkst du, damit kannst du leben?
Herzlich,
Stef.
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Re: Kleiner Wettbewerb:

Beitragvon rosemarie » So 7. Okt 2012, 08:18

:o Ich habe die "Bedingungen" gar nicht gelesen :oops: Sorry!
Dann werde ich wohl mit einer Kürzung leben müssen ;)

Lieben Gruß
Rosemarie
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Re: Kleiner Wettbewerb:

Beitragvon Stef Jerz » Mo 8. Okt 2012, 17:49

Kann ja nicht so viel sein, liebe Rosemarie. Machst du das selbst, mit dem Kürzen?
Herzlich,
die Stefanie
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Re: Kleiner Wettbewerb:

Beitragvon rosemarie » Mo 8. Okt 2012, 19:31

Okay, ich kürze selber. Ist jedem Autor ja lieber! :D
Ich machs morgen!

Lieben Gruß
Rosemarie
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Re: Kleiner Wettbewerb:

Beitragvon forumAdmin » Mo 8. Okt 2012, 20:30

super! Finde ich auch - dass das selber Kürzen schon weh genug tut. :)

Herzlich,
Stef.
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